Horst Gottschalk ist neuer Leiter der Schwabacher Altenheime der Diakonie


Es ist der aufmerksame Blick über den Brillenrand, der an Horst Gottschalk als erstes auffällt. Und seine Lebendigkeit, die „kreative Unruhe“, die er in den Dienst seiner Sache stellt: Sich Menschen mit Augenmaß zuzuwenden.



Seit November ist der 52-jährige Nürnberger Einrichtungsleiter der beiden Altenheime der Diakonie in Schwabach. Unter seiner Führung sollen das „Hans-Herbst-Haus“ und das „Haus am Wehr“ zukünftig stärker zusammenwachsen, zu „Lebensräumen“ für alte Menschen werden

 

Von „Menschenwürde“ spricht Gottschalk, wenn man ihn fragt, was seine Arbeit bestimmen wird, „Würde, die jedem Menschen von Gott gegeben ist“. Für ihn ist das kein frommer Spruch, sondern die Voraussetzung für seine Arbeit: „Die Würde des Menschen ist der Maßstab für das diakonische Handeln“, betont er. Sie zu einem festen Bestandteil im Pflegealltag zu machen, hat er sich zur Aufgabe gemacht. Er weiß, wovon er spricht: Dreizehn Jahre hat Gottschalk Erfahrung in der Altenhilfe gesammelt.

 

Daher kennt er auch die engen Grenzen, die ihm in seiner Arbeit gesetzt sind. Er weiß von den oft schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, den personellen Engpässen und den Veränderungen in der Situation alter Menschen, die Unterstützung benötigen. Vor allem aber weiß er, dass hohe Ziele nicht davor schützen, Fehler zu machen. „Wir stellen uns immer wieder der Frage, wie wir dazu lernen und unsere Arbeit besser machen können“, verspricht Gottschalk und nennt das den „Blick nach vorne“.

 

Besonders wichtig ist ihm der „ehrliche Dialog“ mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der beiden Altenheime der Diakonie und ihren Angehörigen. Und der intensive Austausch mit den Mitarbeitenden. Gemeinsam mit ihnen will er sich dafür einsetzen, dass „das Leben in den Häusern der Diakonie eine Perspektive ist. Für Menschen, die es sich wünschen, in Würde älter zu werden.“